Dogdance

Je mehr ich mit meinem Hund arbeitete, desto größer wurde mein Interesse, auch hie und da mal "über den Tellerrand des üblichen Hundeplatz-Alltags" zu gucken. So war ich - wenn ich auch meinte, noch nicht gut genug zu sein - einigermaßen stolz, dass Ingrid Heller und Christina Dorn ihre erste Gruppenchoreographie mit mir einstudieren wollten.

Voller Enthusiasmus machten wir uns an die Arbeit, weil wir angekündigt hatten, acht Monate später auf dem Tag der offenen Tür des Hundeplatzes "Lutz und Nadja Lachmann" unsere Dogdance-Vorführung als einen der Programmhöhepunkte zum Besten zu geben.

Die erste zu nehmende Hürde war natürlich die Musikauswahl, was sich bei drei ebenso unterschiedlichen Menschen wie Hunden (Harzer Fuchs, Malinois und Schapendoes) als nicht gerade unproblematisch herausstellte...

Die 'Startaufstellung'

Dennoch haben wir es geschafft, uns nicht die Köpfe einzuschlagen, sondern ein Stück zu finden, das uns allen gefiel - zunächst jedenfalls! Und wir brauchten auch nur ca. knapp die Hälfte unserer Vorbereitungszeit bis zum Auftritt, um festzustellen, dass wir gemeinsam mit unseren Hunden nicht zu dem Punkt kommen würden, die Musik unseren Vorstellungen entsprechend zu interpretieren ;-)).

Oje, oje, dann ging die Suche von vorne los und wir einigten uns auf den "Bongo-Song" - mit Erfolg, wie wir wohl durchaus behaupten dürfen, wenngleich vor allem Fietje uns während des Auftritts noch einmal deutlich vor Augen geführt hat, dass Hunde, auch wenn sie tanzen, sehr wohl Lebewesen und keine Roboter sind.

Gleich treffen wir uns wieder Sprung über die Arme

Es begab sich nämlich, dass die Musikanlage, die den ganzen Tag hervorragende Dienste geleistet hatte, ausgerechnet kurz vor unserer Vorführung wegen eines Kurzschlusses durch ein überhitztes Bauteil ausfiel.

Im Zeitalter "mobiler Discotheken" (die heißen manchmal auch nur VW Golf o. ä.) war auch an diesem Tag jemand mit einem Auto zugegen, das mit nachgerade monströser hifi-Anlage ausgerüstet war und kurzerhand auf den Platz gefahren wurde, um unseren Song von dort aus für uns zu spielen.

Mehr oder weniger aufgeregt starteten drei Mensch-Hund-Teams in ihr erstes offizielles Dogdance-vor-Publikum-Abenteuer, aber es hat uns sehr geholfen, dass wir zu dritt und nicht allein mit unserem Hund auf dem Platz waren.

Fietje kurz vor seinem 'Ausflug' Bei uns wurde auch gespielt

Allerdings war nach einer Übung ich allein ohne meinen Hund im Ring, was nicht wirklich schön für mich war... Fietje hatte nämlich dieses höchstinteressante Auto, aus dem die Musik kam, entdeckt, und da das sonst während des Trainings nicht dort stand, hielt er es offensichtlich für nötig, kurz zu überprüfen, ob damit alles in Ordnung wäre.

War es wohl, so dass auf meine Aufforderung mein kleiner Rotzlöffel geneigt war, den Tanz wieder mit mir aufzunehmen und auch gemeinsam mit mir zu beenden. Tja, schon nach diesem ersten Auftritt war für mich klar, dass Fietje und ich wahrscheinlich nie zu den eleganten, feinen Tänzern gehören würden, sondern immer eher zu den rustikal-lustigen, aber da fühlen wir uns auch sehr wohl, so dass diese Öffentlichkeitsarbeit keineswegs die letzte sein sollte.

Nachdem Ingrid und ich uns ja schon beim Agility sehr gut verstanden haben - obwohl sie meine Trainerin war :-) - sind wir uns durch die gemeinsame Arbeit mit unseren Hunden und den stetigen Austausch über Hunde- und andere Themen noch näher gekommen, so dass uns heute eine wirklich schöne Freundschaft verbindet.

Im Anschluss an unseren ersten gemeinsamen Auftritt waren wir uns einig, dass DOGDANCE sowohl für uns als auch für unsere Hunde eine Beschäftigung war, die wir gern weiter ausbauen und verfeinern wollten.

So arbeiteten wir fleißig, bis die unten zu sehende Choreographie (Windows Media Player) entstand (in der nur ein gaaaanz kleines Stück fehlt, weil ich "mich verlaufen" habe...). Aber ich bleibe trotz heftiger Nervosität vor Publikum dran, eines schönen Tages unseren ersten Tanz in seiner ganzen Pracht darzubieten - mit ALLEN Elementen und so sauber, wie wir es eigentlich ;-) können.

Aber schließlich isst das Auge ja mit und deshalb traue ich mich, Ihnen auch diesen allerersten Soloauftritt anzubieten - natürlich in der Hoffnung, dass sich das Auge nicht den Magen verdirbt - bevor ich Ihnen berichte, was uns auf dem Weg dorthin noch alles widerfahren ist.

Darf ich bitten?


Wenn Sie Lust auf den weiteren Verlauf dieser Geschichte haben, schauen Sie doch einfach wieder mal rein. Fortsetzung folgt - bestimmt!